Blockhus Bot Mulins


Geschichte Blockhus Bot Mulins

Die Idee

Die Idee einer Waldhütte in Bonaduz ist nicht neu. Seit über einem Jahrzehnt hat sich der Revierförster mit dem Vorhaben befasst. Die fehlenden finanziellen Mittel haben leider immer wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der letzte Anlauf im Jahre 2001 war indes erfolgreich. Dank der Unterstützung von Waldchefin Elita Florin-Caluori, aber auch von Behörden, Ämtern und Sponsoren, die sich von der Idee begeistern liessen, konnte das Blockhus Bot Mulins am 6. September 2002 offiziell eingeweiht werden.

Das Projekt sah eine Blockhütte aus Bonaduzerholz mit einer minimalen Infrastruktur und einem möglichst vielseitigen Verwendungszweck im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sowie Aus- und Weiterbildung im Wald vor. Zu der Öffentlichkeitsarbeit im weitesten Sinne zählen auch gesellschaftliche Anlässe. Ein wesentlicher Teil der Baukosten sollte mit Sponsorengelder finanziert werden.

Der Standort

Mehrere Möglichkeiten wurden evaluiert und standen zur Auswahl. Schliesslich fiel die Wahl auf den sehr schönen Standort Bot Mulins.
Er bot die meisten Vorteile, indem er mitten im Wald und doch in Dorfnähe lag, er optimale Anschlussmöglichkeiten für Wasser und Strom lieferte, die Tier- und Pflanzenwelt nicht störe und ganz wichtig, er ausgezeichnete Exkursions- und Ausbildungsmöglichkeiten in der näheren Umgebung des „Schulzimmers im Wald“ bot.
Wildhut, Jäger und der Naturverein wurden frühzeitig informiert und in den Auswahlprozess integriert. Fazit:
Alle sind mit dem Standort zufrieden.

Öffentlichkeitsarbeit am Bau

Durch die Steigerung der Holznutzung und des Holzverbrauches in Graubünden sowie durch die Erhöhung der Wertschöpfung in der Bündner Wald- und Holzwirtschaft können die Bedingungen im Lebens- und Wirtschaftsraum Graubünden verbessert werden. Um diese Ziele zu erreichen sind u.a. Bauherrschaften und Planer von den Vorzügen des einheimischen Holzes zu überzeugen. Die Werbung am Objekt erzielt dabei die grösste Wirkung.

Von kleinen Ausnahmen abgesehen stammt sämtliches am Blockhus Bot Mulins verbaute Holz aus dem umliegenden Wald. Den Hauptanteil macht die Weisstanne aus. Warum?

Siebzehn Prozent der Bonaduzer Waldfläche werden von der waldbaulich und ökologisch wertvollen Weisstanne bestockt. Leider ist die Weisstanne am Markt wenig gefragt und erzielt einen schlechten Preis. Um die Vorurteile gegenüber der Weisstanne in Bezug auf ihre Eignung als Baustoff abzubauen, wurden deshalb alle Rundhölzer, alle Dachsparren sowie sämtliche Dach- und Innenschalungen in Bonaduzer Weisstanne ausgeführt.

Der Boden im Innenraum sowie der Verandaboden sind in Lärche gestaltet. Leider konnte das geplante Lärchenschindeldach aus feuerpolizeilichen Gründen nicht erstellt werden. In diesem Fall hat der Holzofen, der mit einheimischer Buche,Fichte und Föhre beheizt wird, eine sehr gute Lösung verhindert. Schade!

Im Blockhus Bot Mulins stecken 110 m3 Bonaduzer Holz (62 m3 für Rundholzbau, 48 m3 für Sparren, Schalung, Latten und Böden). Zum richtigen Zeitpunkt gefällt und professionell eingesetzt eignet sich auch die Weisstanne sehr gut für Bauten in Graubünden.

Mondholz

Das Bauholz stammt aus einem klassischen und wüchsigen Weisstannenstandort in „Furns“. Besonderer Wert wurde auf die Erntezeit
gelegt. Alten Überlieferungen zu Folge soll Holz, welches nicht mehr reissen und von Beginn weg auch nicht mehr „schaffen“ soll, am bes-
ten in den Tagen vor dem Novemberneumond geschlagen werden. Die Forstgruppe Bonaduz war deshalb in der Zeit vom 12. bis 16. November 2001 mit dem Fällen von Weisstannen im Gebiet „Furns beschäftigt.

Im Blockhaus lernen

Das Blockhus ist eine Aus- und Weiterbildungsstätte. Sie steht in erster Linie allen Waldberufen offen. Die zentrale Lage, die verschiedenen Waldbilder und die optimale Waldinfrastruktur haben immer wieder dazu geführt, dass kantonale Kurse für Forstwarte, ihre Abschlussprüfungen aber auch Übungen der Försterstudenten Lyss und Maienfeld in den Bonaduzerwaldungen stattgefunden haben.

Die in den letzten Jahren intensivierte Zusammenarbeit mit der Schule (sämtliche Schulstufen aus der ganzen Region) erhält mit dieser neuen Anlage einen neuen Stützpunkt.

Warum sollen Sitzungen immer in Seminarräumen irgendwelcher Hotels stattfinden? Auch das Blockhus hat Strom für einen Beamer und Platz für eine Leinwand. Mit einem Schritt aus dem Haus ist man mitten im Erholungswald und in der frischen Luft. Nicht nur der Forstdienst wird davon Gebrauch machen. Bereits haben Betriebe, Versicherungen, Ämter und Vereine das Blockhus für ihre Arbeit benutzt. Gut möglich, dass der Förster mal Zeit hat für eine kurze Exkursion im schönen Bonaduzerwald. Öffentlichkeitsarbeit mit grosser Wirkung.

Synergien nutzen

Nutzen wir also die Synergien, wie es in der Geschäftswelt überall heisst, und verbinden wir die zwei Seiten. Ein Fest, eine Feier im Wald hat etwas besonderes. Das Blockhus Bot Mulins lässt nicht nur die Leute des Waldes daran teilhaben. Vereine oder Gewerbebetriebe sollen ihre Anlässe oder Apéros im Wald abhalten können. Auch Privatpersonen erhalten die Möglichkeit Geburtstage, Taufen, Hoch-
zeiten, Jubiläen etc. in der besonderen Waldatmosphäre zu geniessen.

Für Reservationen und Auskünfte steht Ihnen Manuela Hintermann unter Tel.-Nr. 078 640 14 70 gerne zur Verfügung.

Kosten inkl. Erschliessung: CHF 335`000.--
Sponsoren und Beiträge Kanton: CHF 250`000.--
Restkosten für Gemeinde Bonaduz: CHF 85`000.--